{"id":223,"date":"2018-02-22T09:17:21","date_gmt":"2018-02-22T08:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=223"},"modified":"2018-02-25T10:53:26","modified_gmt":"2018-02-25T09:53:26","slug":"konstruktives-gespraech-mit-dem-kleinmachnower-bauamt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=223","title":{"rendered":"Konstruktives Gespr\u00e4ch mit dem Kleinmachnower Bauamt"},"content":{"rendered":"<p>Von J\u00fcrgen Krause, Volker Oppmann und Max Steinacker<\/p>\n<p>Herr Ernsting, Leiter des Fachbereichs Bauen\/Wohnen der Gemeindeverwaltung, hatte im Anschluss an die letzte Sitzung des Bauausschusses ein Gespr\u00e4ch mit Vertretern der B\u00fcrgerinitiative (BI) angeboten, um unsere Positionen besser nachvollziehen und verstehen zu k\u00f6nnen. Wir sind dieser Einladung gerne gefolgt und haben uns am 02.02.2018 im Kleinmachnower Rathaus mit Herrn Ernsting, Herrn Dr. Pr\u00fcger (Leiter des Fachdienstes Tiefbau\/Gemeindegr\u00fcn\/Stadtwirtschaft) und Herrn Teilkemeier (Mitarbeiter in diesem Fachdienst) getroffen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Treffen verfolgten wir aus BI-Sicht mehrere <strong>Ziele<\/strong>: Zum einen den Austausch zu den Ergebnissen des bisherigen \u201aB\u00fcrgerdialogs\u2018 (B\u00fcrgerwerkst\u00e4tten am 27.\/28.02., 19.09. und 14.11.2017). Zum anderen wollten wir den aktuellen Planungsstand und die weiteren Schritte der Verwaltung zur Erneuerung der \u00f6ffentlichen Verkehrsfl\u00e4chen im Siedlungsgebiet eruieren. Hierbei ging es uns auch um eine Kl\u00e4rung, ob und inwieweit die von der BI diesbez\u00fcglich formulierten \u201aEckpunkte\u2018 (vgl. <a href=\"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=210\">http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=210<\/a>) mit ber\u00fccksichtigt wurden bzw. noch einbezogen werden sollen. Letztlich war es also unser Anliegen, neben den Differenzen gemeinsame Schnittmengen und \u00dcbereinstimmungen in Bezug auf die Stra\u00dfenerneuerung in Erfahrung zu bringen.<\/p>\n<p>Das rund zweist\u00fcndige Gespr\u00e4ch verlief insgesamt sehr offen und konstruktiv. Dabei zeigten sich in dem eingangs gef\u00fchrten Austausch zu <strong>Gestaltung und Ablauf des bisherigen B\u00fcrgerdialogs<\/strong> \u2013 wenig\u00a0 \u00fcberraschend \u2013 divergierende Einsch\u00e4tzungen. Unsere Sichtweise, dass von der Verwaltung in diesem Prozess (auch durch das Agieren des beauftragten Planungsb\u00fcros) bei den betroffenen Anwohnern im Siedlungsgebiet viel Vertrauen verspielt wurde, vermochten unsere Gespr\u00e4chspartner so nicht nachzuvollziehen. Es wurde jedoch einger\u00e4umt, dass auf Basis des heutigen Erkenntnisstands eine in Teilen optimalere Gestaltung des B\u00fcrgerdialogs m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Das Bauamt ist dem Vernehmen nach derzeit intensiv mit der Vorbereitung der 4. B\u00fcrgerwerkstatt befasst. Dazu werden verschiedene Planungsvarianten gepr\u00fcft und ausgearbeitet. Eine zentrale Pr\u00e4misse bildet \u2013 in \u00dcbereinstimmung mit den Zielen der BI \u2013 der <strong>Erhalt der Sommerfeldsiedlung als Waldsiedlung<\/strong> mit ihren spezifischen Bauweisen. Dies umfasst z.B. die grunds\u00e4tzliche Beibehaltung der Stra\u00dfen- und Gehwegprofile, der Granitborde und des oberirdischen Entw\u00e4sserungssystems. Hinsichtlich der Stra\u00dfenkonstruktion werden die Alternativen Beton und aufgehellter Asphalt gepr\u00fcft. F\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung wird unter Hinweis auf das Alter und den maroden Zustand der bestehenden Lichtanlage eine Erneuerung angestrebt.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns besonders aufschlussreich und interessant waren die Ausf\u00fchrungen der Verwaltung zur <strong>Stellplatz- oder Parkthematik<\/strong>. Anders als von dem beauftragten Planungsb\u00fcro in den bisherigen B\u00fcrgerwerkst\u00e4tten pr\u00e4sentiert, wird die Anlage von gesonderten Parkbuchten offenbar nicht (mehr) als zwingend erachtet. So sieht eine Planungsvariante weiterhin das Parken auf den vorhandenen Seitenstreifen vor, wenngleich in eigens gekennzeichneten Bereichen.<\/p>\n<p>Sollte sich diese Variante durchsetzen, w\u00e4re eine wesentliche Forderung der BI im Grundsatz erf\u00fcllt. Gleiches gilt f\u00fcr den Fall, dass sich die Verwaltung in Bezug auf die Stra\u00dfenkonstruktion auf die L\u00f6sungsvariante der Betondecke festlegen sollte. Die von uns in diesem Zusammenhang formulierte Anregung, die Bundesanstalt f\u00fcr Stra\u00dfenwesen (BASt) einzubinden, wurde dankend aufgegriffen.<\/p>\n<p>Ungeachtet der skizzierten Schnittmengen und (m\u00f6glichen) \u00dcbereinstimmungen verdeutlichte das Gespr\u00e4ch auch weiterhin bestehende Auffassungsunterschiede. Diese betreffen insbesondere die Art und Weise der <strong>Befestigung der Gehwege und Stellpl\u00e4tze<\/strong>. Die Verwaltung favorisiert hier nach wie vor eine (Teil-)Versiegelung durch Bepflasterung. Zur Begr\u00fcndung werden die Gesichtspunkte der Barrierefreiheit sowie der Stabilit\u00e4t und Haltbarkeit angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die BI h\u00e4lt eine solche Ma\u00dfnahme demgegen\u00fcber keineswegs f\u00fcr zwingend und lehnt die (Teil-)Versiegelung auch unter dem Aspekt der Entw\u00e4sserung ab. In diesem Zusammenhang positiv anzumerken bleibt allerdings, dass das Bauamt die in unserem Eckpunktepapier vorgeschlagene L\u00f6sung der wasserdurchl\u00e4ssigen Decke mit speziell f\u00fcr diesen Zweck geschaffenen Zusatzstoffen\/Bindemitteln mit in Ihre Pr\u00fcfungen aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Ein anderes potenzielles Dissensthema bildet die <strong>Stra\u00dfenbeleuchtung<\/strong>. Wie schon erw\u00e4hnt, bef\u00fcrwortet die Verwaltung eine Kompletterneuerung der Lichtanlage. Auch in diesem Punkt k\u00f6nnte es jedoch eine Kompromissbildung geben. Die bisherige Annahme, dass die Erneuerung der Beleuchtung aufgrund rechtlicher Vorgaben zwingend eine Verdichtung (= erh\u00f6hte Anzahl) der Lichtmasten erfordert und somit entsprechenden Mehrkosten mit sich bringt, scheint nicht zuzutreffen.<\/p>\n<p>So gelten gem\u00e4\u00df den j\u00fcngst von uns recherchierten Regelungen des \u201eGemeindestra\u00dfen-Leitfadens Brandenburg\u201c (Ausgabe 2012) f\u00fcr Gemeinde- und Anliegerstra\u00dfen verringerte Anforderungen an die Gleichm\u00e4\u00dfigkeit und Intensit\u00e4t der Stra\u00dfenbeleuchtung. Die Verwaltung wird den Leitfaden nun in ihre weiteren Planungen einbeziehen und auf dessen Basis M\u00f6glichkeiten zur Minimierung des Aufwands f\u00fcr die Erneuerung der Beleuchtungsanlage pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Eine weitere relevante Information unserer Gespr\u00e4chspartner betraf die Stra\u00dfenprofile. So wird derzeit die <strong>Gleichstellung der Stra\u00dfenprofile<\/strong> auf die Variante 2\/3\/4 m gepr\u00fcft. Darin wird ein m\u00f6glicher Beitrag zur Verbesserung der Parksituation in den (wenigen) Stra\u00dfen mit dem bisherigen Profil 3\/3\/3 m gesehen. Auch diese Variante soll in der <strong>4. B\u00fcrgerwerkstatt<\/strong> vorgestellt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Veranstaltung formulierten wir aus BI-Sicht im \u00dcbrigen zwei dringende Anliegen: Zum einen die verwaltungsseitige Vorstellung einer <strong>b\u00fcrgernahen (Alternativ-)Planung<\/strong> einschlie\u00dflich nachvollziehbarer Darstellung der unterschiedlichen L\u00f6sungsans\u00e4tze und Kosten \u2013 so wie es in dem Eckpunktepapier gefordert wird. Zum anderen eine ca. zwanzigmin\u00fctigen <strong>Pr\u00e4sentation der BI<\/strong> zur Erl\u00e4uterung unserer Positionen und Vorschl\u00e4ge. F\u00fcr diese Anliegen wurde uns (was die Pr\u00e4sentation anbelangt, vorbehaltlich der Genehmigung durch den B\u00fcrgermeister) Zustimmung signalisiert.<\/p>\n<p>Als <strong>Fazit<\/strong> l\u00e4sst sich aus unserer Sicht festhalten: Es war alles in allem ein gutes und n\u00fctzliches Gespr\u00e4ch, bei dem auf beiden Seiten bestehende Vorurteile und Missverst\u00e4ndnisse ausger\u00e4umt werden konnten. Auch gelang die Herausarbeitung von \u00fcbereinstimmenden und divergierenden Auffassungen, wobei sich erstere gr\u00f6\u00dfer als im Vorfeld vermutet erwiesen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann ein solches Gespr\u00e4ch allein die Glaubw\u00fcrdigkeit des B\u00fcrgerdialogs nicht wiederherstellen. Aber es bedeutete auf jeden Fall einen wichtigen ersten Schritt und macht uns sehr zuversichtlich, dass sich dieser positive Trend fortschreiben l\u00e4sst. Dabei kommt es vor allem auf eine entsprechende Gestaltung der 4. B\u00fcrgerwerkstatt an, zu der zeitnah durch Postsendung an alle Anwohnerhaushalte eingeladen werden soll.<\/p>\n<p>Gelingt eine transparente und offene Veranstaltung, wird sich das absehbar positiv auf das Vertrauen der Siedlungsbewohner in die Aufrichtigkeit des B\u00fcrgerdialogs auswirken. Insofern hoffen wir auf eine hohe Beteiligung sowohl der Anwohner als auch der Mitglieder der Gemeindevertretung, welche ja letztlich in einem mehrstufigen Beschlussverfahren (Baubeginn folglich fr\u00fchestens 2019\/20) \u00fcber die durchzuf\u00fchrenden Ma\u00dfnahmen entscheiden werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von J\u00fcrgen Krause, Volker Oppmann und Max Steinacker Herr Ernsting, Leiter des Fachbereichs Bauen\/Wohnen der Gemeindeverwaltung, hatte im Anschluss an die letzte Sitzung des Bauausschusses ein Gespr\u00e4ch mit Vertretern der B\u00fcrgerinitiative (BI) angeboten, um unsere Positionen besser nachvollziehen und verstehen zu k\u00f6nnen. 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