{"id":210,"date":"2018-01-21T09:45:49","date_gmt":"2018-01-21T08:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=210"},"modified":"2020-11-25T21:10:01","modified_gmt":"2020-11-25T20:10:01","slug":"eckpunktepapier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=210","title":{"rendered":"Eckpunktepapier"},"content":{"rendered":"<p>Wir haben zu Beginn der Woche ein Eckpunktepapier an die Gemeindevertreter in den einzelnen Aussch\u00fcssen versandt, um sie \u00fcber den aus Anwohnersicht unbefriedigenden bisherigen Verlauf des \u00bbB\u00fcrgerdialogs\u00ab zu informieren. Vertreter der B\u00fcrgerinitiative werden unser Anliegen nun au\u00dferdem direkt in den jeweiligen Aussch\u00fcssen vorstellen. Den Wortlaut des Eckpunktepapiers k\u00f6nnen Sie hier nachlesen:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Kleinmachnow, 19. Januar 2018<\/p>\n<h5><strong>B\u00fcrgerinitiative Sommerfeldsiedlung<\/strong><\/h5>\n<h4><strong>Eckpunkte zu den geplanten Stra\u00dfenbauma\u00dfnahmen in der Sommerfeldsiedlung<\/strong><\/h4>\n<p>Die Gemeindeverwaltung Kleinmachnow beabsichtigt eine Erneuerung der \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehrsfl\u00e4chen in der Sommerfeldsiedlung. Sie hat dazu Anfang 2017 einen vom B\u00fcro NAGLER &amp; PARTNER moderierten B\u00fcrgerdialog gestartet, in dessen Rahmen bislang drei \u201eB\u00fcrgerwerkst\u00e4tten\u201c mit jeweils sehr kontroversem Diskussionsverlauf durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Die durch das B\u00fcro vorgestellten Planungen sehen weitgehende \u00c4nderungen in der Gestaltung der Stra\u00dfen und Gehwege im Siedlungsgebiet vor. Dazu geh\u00f6ren insbesondere die Ver\u00e4nderung von Stra\u00dfen- und Gehwegprofilen, die Anlage von Parkbuchten, die teilweise Versiegelung der Gehwege und die Aufstellung neuer Laternen.<\/p>\n<p>Derartige Ma\u00dfnahmen sind jedoch offenkundig nicht das, was die Betroffenen nach intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik f\u00fcr sinnvoll erachten. Aus Anwohnersicht hat der Erhalt des besonderen Siedlungscharakters oberste Priorit\u00e4t. Das schlie\u00dft neben baulichen Aspekten eine gute und intensive Nachbarschaft mit ein, die auch im aktiven und ruhenden Stra\u00dfen-verkehr von gegenseitiger R\u00fccksichtnahme und Toleranz gepr\u00e4gt ist. Dies gilt unter anderem f\u00fcr das Parken auf den B\u00fcrgersteigen, das vor allem den engen Stra\u00dfenquerschnitten aus den 1930er Jahren mit zumeist nur drei Meter breiten Fahrbahnen geschuldet ist. Hier hat sich \u00fcber die Jahre eine pragmatische Verfahrensweise herausgebildet, die von der Gemeinde bislang klug und umsichtig geduldet wurde.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Sommerfeldsiedlung hat im August\/September 2017 eine Befragung zur Verkehrssituation im Siedlungsgebiet durchgef\u00fchrt. Deren Ergebnisse wurden zwar bislang von Verwaltung und Planungsb\u00fcro weitestgehend ignoriert, sind aber angesichts einer R\u00fccklaufquote von \u00fcber 45 % als repr\u00e4sentativ zu bewerten.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit der Anwohnerhaushalte w\u00fcnscht demnach ausschlie\u00dflich erhaltende bauliche Ma\u00dfnahmen, die m\u00f6glichst wenig in das urspr\u00fcngliche Siedlungsbild eingreifen.<\/p>\n<p>Sie will mehrheitlich eine Instandsetzung, jedoch keine Modernisierung bzw. komplette Erneuerung, wie es z.B. Asphaltdecken, versiegelte Wegeoberfl\u00e4chen oder neue Stra\u00dfenlaternen bedeuten w\u00fcrden. Weitgehend unstrittig ist, dass die Fahrbahnen \u00fcberwiegend saniert werden m\u00fcssen, damit insbesondere Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger nicht durch Stolperfallen gef\u00e4hrdet werden.<\/p>\n<p>Aus den Ergebnissen der Anwohnerbefragung lassen sich mehrere Eckpunkte f\u00fcr Planung zu den anstehenden Bauma\u00dfnahmen im Siedlungsgebiet ableiten:<\/p>\n<h5><strong>1. Die unterschiedlichen Stra\u00dfenprofile sind in ihrer heutigen Form zu erhalten.<\/strong><\/h5>\n<p>Die unterschiedlichen Typen der Stra\u00dfenprofile (3m\/ 3m\/ 3m oder 2m\/ 3m\/ 4m) bleiben in dieser Aufteilung unver\u00e4ndert. Es wird keine Anpassung von Gehwegbreiten zugunsten von befestigten Gehwegen bzw. Parkbuchten vorgenommen.<\/p>\n<h5><strong>2. Die Stra\u00dfen- und Wegeoberfl\u00e4chen sind in ihrer heutigen Form zu erhalten.<\/strong><\/h5>\n<p>Betonfahrbahnen werden wieder als Betonfahrbahnen hergestellt und Gehwege wie bisher nicht versiegelt. Um den gemeindeseitigen Bedenken bez\u00fcglich der Dauerhaftigkeit von wassergebundenen Decken abzuhelfen, werden bei der Gehwegeinstandsetzung g\u00e4ngige technische L\u00f6sungen (z.B. der Firma HanseGrand) eingesetzt, die ein Parken weiterhin erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h5><strong> 3. Keine zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen wie kostspielige neue Stra\u00dfenbeleuchtung.<\/strong><\/h5>\n<p>Die jetzige Stra\u00dfenbeleuchtung ist seit Jahrzehnten Teil des bestehenden Siedlungsbildes. Von einer kompletten Erneuerung wird daher abgesehen. Der Austausch einzelner Leuchten erfolgt \u2013 sofern zustandsbedingt unumg\u00e4nglich \u2013 an ihrem alten Standort. Eine Optimierung der Stra\u00dfenbeleuchtung mit moderner Technik (z.B. Umr\u00fcstung auf LED-Warmlicht) wird gepr\u00fcft.<\/p>\n<h5><strong>4. Die Betroffenen wollen die Erarbeitung einer b\u00fcrgernahen Alternativplanung. <\/strong><\/h5>\n<p>Die Gemeinde bzw. das beauftragte Bu\u0308ro sollen eine Alternativplanung auf Basis der vorgenannten Eckpunkte erarbeiten und diese mit einer Kostensch\u00e4tzung unterlegen. Eventuelle stra\u00dfenindividuelle L\u00f6sungsans\u00e4tze sollen dabei als Eventualkosten separat ausgewiesen werden.<\/p>\n<p>Auf diese Weise kann eine Vergleichbarkeit der Kosten f\u00fcr unterschiedliche Planungsvarianten hergestellt werden. Die bisher fehlende Kostengr\u00f6\u00dfe, n\u00e4mlich die auf den einzelnen Anrainer entfallenden Kosten f\u00fcr eine \u201ereine Sanierung des Bestands\u201c, w\u00e4ren damit f\u00fcr alle Beteiligten transparent.<\/p>\n<p>Im Interesse eines Erhalts sowohl des besonderen Charakters der Sommerfeldsiedlung als auch des guten nachbarschaftlichen Miteinanders bleibt zu hoffen, dass die skizzierten Eckpunkte im weiteren Planungsprozess von der Gemeinde bzw. dem beauftragten B\u00fcro in angemessener Weise aufgegriffen werden. Die Verwaltung k\u00f6nnte so zugleich verloren gegangenes Vertrauen bei den Anwohnern zur\u00fcckgewinnen und N\u00e4he zu \u201eihren\u201c B\u00fcrgern beweisen.<\/p>\n<p>Der letztgenannte Aspekt gilt im \u00dcbrigen auch f\u00fcr die abschlie\u00dfenden Entscheider \u2013 die Mitglieder der Kleinmachnower Gemeindevertretung. An diese soll hier insofern appelliert werden: Seien Sie im vorliegenden Kontext wachsam und kritisch, stimmen Sie keiner Planung zu, die die oben genannten B\u00fcrgerw\u00fcnsche ignoriert! Oder positiv formuliert: Machen Sie sich f\u00fcr eine L\u00f6sung stark, bei der die Anliegen und Bed\u00fcrfnisse der Anwohner gleichberechtigt neben den Erfordernissen der Verwaltung Ber\u00fccksichtigung finden!<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Sommerfeldsiedlung ist selbstverst\u00e4ndlich gerne bereit, (auch) die Mitglieder der Gemeindevertretung \u00fcber den bisherigen Prozess des B\u00fcrgerdialogs zu informieren, die dargelegten Eckpunkte weitergehend zu erl\u00e4utern und diesbez\u00fcglich in einen konstruktiven Austausch zu treten.<\/p>\n<p>\u2013\u2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben zu Beginn der Woche ein Eckpunktepapier an die Gemeindevertreter in den einzelnen Aussch\u00fcssen versandt, um sie \u00fcber den aus Anwohnersicht unbefriedigenden bisherigen Verlauf des \u00bbB\u00fcrgerdialogs\u00ab zu informieren. 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