{"id":182,"date":"2017-12-04T20:17:55","date_gmt":"2017-12-04T19:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=182"},"modified":"2020-11-25T21:19:06","modified_gmt":"2020-11-25T20:19:06","slug":"stellungnahme-zur-3-buergerwerkstatt-runder-tisch-am-14-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bi-sommerfeldsiedlung.de\/?p=182","title":{"rendered":"Stellungnahme zur 3. B\u00fcrgerwerkstatt \u00bbRunder Tisch\u00ab am 14.11.2017"},"content":{"rendered":"<p>Von Dr. Isabelle Koch-Hegener, Volker Oppmann und Max Steinacker.<\/p>\n<p>Wir hatten als Vertreter der B\u00fcrgerinitiative Sommerfeldsiedlung (BI) am \u00bb<em>Runden Tisch<\/em>\u00ab teilgenommen und m\u00f6chten vor allem zwei Punkte thematisieren: Der eine Punkt bezieht sich auf das Verfahren des B\u00fcrgerdialogs an sich. Der andere Punkt bezieht sich auf Umfang und Charakter der geplanten baulichen Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4><strong>1.) Zum Verfahren<\/strong><\/h4>\n<p>Verwaltung und Planungsb\u00fcro werden nicht m\u00fcde, von einem \u00bb<em>Dialog<\/em>\u00ab sowie einem \u00bb<em>Verfahren zur gemeinsamen Entwicklung f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehrsfl\u00e4chen im Siedlungsgebiet<\/em>\u00ab zu sprechen. Ein wirklicher Dialog setzt aber Gespr\u00e4chspartner auf Augenh\u00f6he voraus, was im Rahmen dieses seit knapp einem Jahr laufenden Prozesses leider nicht gegeben ist.<\/p>\n<p>Vielmehr hatten und haben wir auf allen Ebenen ein deutliches Gef\u00e4lle.&nbsp;Anzeichen daf\u00fcr sind beispielsweise die um die kritischen Beitr\u00e4ge aus der Anwohnerschaft \u201abereinigten\u2018 B\u00fcrgerwerkstatt-Dokumentationen der Verwaltung sowie die Ablehnung der Pr\u00e4sentation unserer Anwohnerbefragung in der B\u00fcrgerwerkstatt am 19.09.2017. Auch der \u00bb<em>Runde Tisch<\/em>\u00ab war durch eine solche Asymmetrie zwischen Verwaltung und B\u00fcrgern charakterisiert.<\/p>\n<p>So wurde w\u00e4hrend der Veranstaltung von Seiten des Publikums mehrfach deutlicher Unmut dar\u00fcber artikuliert, dass nicht ordentlich eingeladen wurde (ohne Information durch die B\u00fcrgerinitiative h\u00e4tte ein Gro\u00dfteil der Anwohner gar nicht erst von dem kurzfristig anberaumten Termin erfahren) und dass man als B\u00fcrger erneut lediglich einer Pr\u00e4sentation samt \u00bbExpertenrunde\u00ab beiwohnen d\u00fcrfe, ohne selbst angemessen zu Wort zu kommen.<\/p>\n<p>Die Verwaltung konterte dies mit dem Hinweis, dass man schlie\u00dflich eine breite Auswahl an Interessenvertretern aus der Anwohnerschaft eingeladen habe, deren Argumente man stellvertretend h\u00f6ren wolle, und dass es am Ende die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Fragen gebe.<\/p>\n<p>Sieht man sich die Zusammensetzung des geladenen \u00bbRunden Tisches\u00ab aber einmal genauer an, ergibt sich ein ganz anderes Bild:<\/p>\n<p>Von insgesamt 19 anwesenden Personen vertraten vier Personen die Verwaltung, flankiert von zwei Personen des Planungsb\u00fcros <em>Nagler &amp; Partner<\/em> sowie einem externen Gutachter.&nbsp;Weiterhin waren drei Vertreter des <em>Seniorenbeirats<\/em>, eine Vertreterin der AWO (fr\u00fcher selbst in der Verwaltung und im Gemeinderat t\u00e4tig), zwei Elternvertreter der <em>Steinwegschule<\/em> sowie zwei Vertreter der <em>Initiative Barrierefreies Kleinmachnow<\/em> geladen.<\/p>\n<p>Was dabei leider v\u00f6llig unter den Tisch fiel, ist der Umstand, dass von all diesen geladenen Vertretern kein einziger in der Sommerfeldsiedlung wohnt und die vorgebrachten Anliegen nichts mit der Situation <strong><em>in<\/em><\/strong> der Sommerfeldsiedlung, sondern <strong><em>rund um<\/em><\/strong> die Sommerfeldsiedlung zu tun hatten.&nbsp;Barrierefreie Haltestellen an der Ernst-Th\u00e4lmann-Stra\u00dfe sind in der Tat wichtig und richtig, tangierten aber nicht das Thema des Abends. Ebenso wenig die Verkehrs- und Parksituation an der Steinwegschule.<\/p>\n<p>Unter dem Strich blieben also noch Herr Bertsch, der Architekt, dessen B\u00fcro die Gestaltungssatzung f\u00fcr die Sommerfeldsiedlung erarbeitet hatte, sowie drei Vertreter der BI \u00fcbrig.&nbsp;Das bedeutet vier tats\u00e4chliche Anwohner an einem \u00bb<em>Runden Tisch<\/em>\u00ab von insgesamt 19 Personen.<\/p>\n<p>Auch der Umstand, dass man als Teil einer streng durchchoregrafierten Inszenierung nur nach Aufforderung zu einem bestimmten Stichwort kurze Statements abgeben durfte, trug nicht gerade dazu bei, Vertrauen in diese Form des \u00bb<em>Dialogs<\/em>\u00ab zu entwickeln.<\/p>\n<h4><strong>2.) Zur geplanten Bauma\u00dfnahme<\/strong><\/h4>\n<p>Um ein Vorurteil gleich zu Beginn auszur\u00e4umen: Wir Anwohner versperren uns weder einer Erneuerung der Stra\u00dfen noch einer Kostenbeteiligung.&nbsp;Wir sind jedoch nicht bereit, der Verwaltung einen Blankoscheck f\u00fcr eine Ma\u00dfnahme auszustellen, die sowohl den erforderlichen Umfang \u00fcbersteigen als auch durch bauliche Ver\u00e4nderungen zu Lasten des Siedlungscharakters gehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es gibt seitens der Anwohnerschaft ein klares Votum f\u00fcr den Erhalt des Siedlungscharakters, d.h. f\u00fcr einen Erhalt der Stra\u00dfenquerschnitte ebenso wie f\u00fcr einen Erhalt der Oberfl\u00e4chen.&nbsp;Dies hei\u00dft nicht, dass wir gegen eine Erneuerung der Fahrbahnen sind. Es hei\u00dft, dass wir auch in Zukunft wieder eine Betonfahrbahn w\u00fcnschen und keinen Asphalt.<\/p>\n<p>Und wir sprechen uns ganz klar f\u00fcr einen Erhalt der Seitenstreifen als \u00bbMultifunktionsfl\u00e4chen\u00ab aus, wie es Herr Bertsch so treffend formuliert hat. Wir w\u00fcnschen also keine Parkbuchten oder sonstige bauliche Eingriffe, sondern eine intakte, nicht versiegelte Fl\u00e4che, auf der sowohl gegangen, gespielt wie auch geparkt werden kann. Und ja, eine solche Fl\u00e4che muss gepflegt werden.<\/p>\n<p>Kurz gesagt: Wir wollen nicht den seelenlosen Charakter einer Neubausiedlung, sondern den Charme einer historisch gewachsenen Waldsiedlung.<\/p>\n<p>Entsprechend fordern wir den B\u00fcrgermeister auf, die W\u00fcnsche der Anwohnerschaft in der weiteren Planung zu ber\u00fccksichtigen und eine seri\u00f6se Planungsgrundlage mit einem verbindlichen Kostenrahmen zu erstellen.<\/p>\n<p>Erst wenn wir diese Grundlage haben und dem Votum der Betroffenen Rechnung getragen wird, l\u00e4sst sich von einem echten Dialog der Verwaltung mit \u00bbihren\u00ab B\u00fcrgern sprechen.&nbsp;Die BI Sommerfeldsiedlung wird nicht nachlassen, in diesem Sinne auf B\u00fcrgermeister und Verwaltung einzuwirken.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wird die BI verst\u00e4rkt das Gespr\u00e4ch mit den schlussendlichen Entscheidern \u2013 den Mitgliedern der Kleinmachnower Gemeindevertretung \u2013 suchen. Zentrales Anliegen ist es dabei nicht nur, die Gemeindevertreter f\u00fcr die Defizite des bisherigen B\u00fcrgerdialogs zu sensibilisieren und auf die Problematik eventueller voreiliger Beschlussfassungen (auf Basis entsprechender Vorlagen der Verwaltung) aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>Im Sinne der konstruktiven Mitgestaltung wird die BI auch konkretisierte Vorschl\u00e4ge bzw. Eckpunkte zum Umgang mit den Stra\u00dfen und Gehwegen im Siedlungsgebiet in den Austausch einbringen.<\/p>\n<p>Dr. Isabelle Koch-Hegener<br \/>\nVolker Oppmann<br \/>\nMax Steinacker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Dr. Isabelle Koch-Hegener, Volker Oppmann und Max Steinacker. Wir hatten als Vertreter der B\u00fcrgerinitiative Sommerfeldsiedlung (BI) am \u00bbRunden Tisch\u00ab teilgenommen und m\u00f6chten vor allem zwei Punkte thematisieren: Der eine Punkt bezieht sich auf das Verfahren des B\u00fcrgerdialogs an sich. 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